Lilamalerie and NY-Streetfood – oder – Amerikanische Küche mal anders: Knishes

Ich sag’s euch gleich: Zum Basteln, Stricken, Häkeln oder Nähen war es mir in den letzten Tagen viel zu heiß.
Ich habe zwar ganz viel Ideen, auch einige UFO’s am Start😉, aber meine Motivation irgendetwas mit meinen Händen zu machen, außer mir Wind zuzufächeln, war gleich null. 
Na werdet ihr euch denken, dann ist sie doch heute beim Creadienstag Und bei HOT (Handmade on Tuesday) verkehrt!

Mitnichten, denn ich war in der vorletzten Woche schwer kreativ, Rezepte  für unsere Fete unter dem Motto 4th of July (Amerika, kulinarisch) rauszusuchen, vorzukochen-und zu backen. Und auch die Deko sollte dazu passen, wie ich euch letzte Woche mit den Stars and Stripes aus Bändern schon gezeigt habe. (Allerdings haben wir den Gästen dann hitzefrei gegeben, will sagen wir haben die Feier verschoben, denn bei 36 Grad drinnen und einem Balkon, der nur die Hälfte der Geladenen aufnehmen kann, hätte es keinen Spaß gemacht.)

Als ein Ideengeber diente mir dabei das so geniale, wie kreative Kochbuch NY-Streetfood von Tom Vandenberghe, in dem er die New Yorker Streetfood-Szene mit tollen Fotos, interessanten Texten und jeder Mengen Rezepten vorstellt.  
 
Unter anderem hatte ich mir daraus das Rezept für Knishes (die übrigens mit K gesprochen werden und ehemals von osteuropäischen, jüdischen Einwanderen nach NY gebracht wurden) ausgesucht. Es sind, hier mit einer Kartoffelmasse, gefüllte Teigtasche. 
 
Die Zubereitung ist nicht schwer, aber schon zeitaufwändig, aber man kann sie prima einfrieren , deshalb fand ich, dass sie eine ideale Beilage zu unserem amerikanischen Abend sind.

 
Das braucht ihr:

Für die Füllung:

  • 1 Kg Kartoffeln (mehligkochend)
  • 2 TL Salz
  • etwas Pfeffer
  • 40 ml Öl
  • 1 große, gehackte Zwiebel 

Für den Teig:

  • 60 ml Wasser
  • 1 Ei
  • 1 TL Salz 
  • 1 TL Pfeffer
  • 200 g Mehl
  • 1 TL Backpulver

Zum Bepinseln:

1 Ei und 2 EL Wasser

  
Die Kartoffel schälen und in kleinere Stücke schneiden, und in Wasser 15-20 Minuten kochen. In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen, kleinschneiden und in einer Pfanne in Öl mit 1/2 TL Salz unter Rühren anbraten.

Ist noch Zeit könnt ihr auch noch schnell den Teig zu bereiten. 

 Dafür das Wasser, Ei, Salz und Pfeffer mit dem Schneebesen verrühren, dann das mit dem Backpulver vermischte Mehl kurz unterrühren und die Masse dann mit Händen zu einem glatten Teig verkneten. 

 

Den Teig verpackt ihr dann in Klarsichtfolie und lasst ihn 1 Stunde bei Zimmertemperatur liegen.

Sind die Kartoffeln weich, sofort abgießen und mit dem Kartoffelstampfer (nicht mit dem Mixer!) pürieren. Dann gebt ihr die angedünstete Zwiebel zum Kartoffelpüree, rührt sie gut unter und stellt die Masse dann zum Abkühlen in den Kühlschrank. 
 

Nach 1 Stunde teilt ihr den Teig in zwei gleiche große Stücke und rollt diese, am besten auf einer Antihaft-Matte (meine ist von Tupper) so dünn und groß wie möglich aus, optimal wären wohl 45×20 cm, was ich nicht ganz geschafft habe.

Die Hälfte der Kartoffelmischung forme ich zu einer Rolle in passender Länge und ca. 5 cm Ø. Diese Rolle legt ihr mit 5 cm Abstand zum unteren Rand auf den Teig. 

 

Den unteren Rand rollt ihr über die Kartoffelmasse. Das Ei und das Wasser miteinander verquirlen und mit einem kleinen Teil davon den Teig bepinseln.
Dann weiter aufrollen und die Rolle mit der Teignaht nach unten auf ein, mit Backpapier aufgerolltes Backblech legen. Mit der zweiten Portion Teig und Kartoffelmasse genau so vorgehen, und beide Rollen dann mit der Eimischung bepinseln. 

Mit einem stumpfen Messer in beide Rollen 12 Einschnitte machen, durchdrücken bis zum Blech, aber nicht durchschneiden.

Die Knishes sollen zusammenhängen. nach dem Backen kann man sie einfach abtrennen. 

 

Das Backblech auf mittlerer Schiene im vorgeheizten Backofen, ca. 35-45 Minuten (jeder Backofen backt anders!) bei 160 Grad backen.

Ich habe einige Stücke zur Probe abgeknackt, und eines mal für euch halbiert fotografiert. Direkt daneben ist das Foto aus dem Buch zu sehen, mit einem Knisch, der mir ein wenig größer erscheint. Aber meiner muss sich da nicht verstecken!

Ich fand sie sehr, sehr lecker, herzhaft und als Mischung aus Brot und Kartoffelpüree eine tolle Beilage.

Insgesamt ergab das Rezept 24 Stücke.

Man kann sie als komplette Stangen einfrieren, auftauen lassen und dann nochmal für einige Minuten in den Backofen schieben.

So werde ich es auf jeden Fall demnächst machen,wenn wir „unseren“ 4th of July (sprich die Feier) der ja hitzefrei hatte, nachholen.

Na, auch mal Lust auf New Yorker Streetfood bekommen? Das würde mich NY- Begeisterte doch echt freuen.

Mehr Ideen zum Kochen und Dekorieren verrate ich euch dann beizeiten.

Habt es nett und nicht zu heiß!

Good by and kind regards,

Monika

3 thoughts on “Lilamalerie and NY-Streetfood – oder – Amerikanische Küche mal anders: Knishes

  1. Hallo! Dein Artikel ist toll geschrieben, da ich mich auch in die amerikanische, bzw. europäisch eingewanderte Küche verguckt hab gefällt mir das Knishes Rezept besonders!!!!
    Ich werd mich mal gleich an die Arbeit machen!
    Grüße von einer ebenso NYC , Stars and Stripes Begeisterten!
    Belle

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