Advents-Schnipsel #4 – oder – Spritzgebäck mit Eierlikör

Schrieb ich gestern über die Tradition, mit meinem Sony unseren Weihnachtsbaum in der Schonung auszusuchen, so geht es heute am vierten Tag im Dezember und somit auch meinem Advents-Schnipsel #4 um eine andere vorweihnachtliche Tradition.

Am Samstag vorm 1. Advent backen wir mit einer Freundin seit 34 Jahren Plätzchen. Vier Kinder und (leider) einen Todesfall später ist dieser Termin immer noch gesetzt. Dreimal in diesen ganzen Jahren haben wir es nicht gemeinsam an einem Ort gemacht. Irgendwann in den ersten Jahren herrschte Eis, Schnee und Glatteis und wir wollten nicht riskieren wegen Plätzchen 10 Stunden (statt einer) auf der Autobahn zu verbringen, oder gar einen Unfall zu haben. Immerhin haben wir getrennt gebacken.
Tja und dann die zwei unsäglichen Corona-Jahre, in denen wir aber online miteinander Plätzchen produziert haben.

Und dies Jahr endlich, endlich wieder zusammen.

Vier Verschiedene, zwei bewährte und zwei neue Sorten.
Vanillekipfel und Engelsaugen sind ja Klassiker, die Glühweinwürfel und Eierlikör-Spritzgebäck die innovativen Rezepte. Wie meinte unsere Freundin so schön: „Wir sind dies Jahr aber ganz schön spritig unterwegs.“

Ja, alkohollastig sind die beiden neuen Rezepte schon, aber auch superlecker. Da die Glühweinwürfel erst dies Jahr in einer Wohnzeitschrift veröffentlicht wurden, werde ich das Rezept hier nicht mit euch teilen.

Darum gibt es jetzt das Rezept für das Eierlikör-Spritzgebäck

Dafür braucht ihr

  • 300 g Butter
  • 200 g Puderzucker
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Tüte Vanillezucker
  • 500 g Mehl
  • 125 g Stärkemehl
  • 200 ml Eierlikör
  • Für den Guss:
  • Zitronensaft
  • 50 ml Eierlikör
  • 200 g Puderzucker
  • Sonstiges:
  • Fleischwolf oder Spritztüte
  • Backpapier
  • Messer
  • Alufolie

Die weiche Butter, 200 g Puderzucker, das ausgekratzte Mark der Vanillestange, den Vanillezucker mit Mixer oder Küchenmaschine cremig rühren.
Mehl und Stärkemehl in einer Schüssel vermengen und dann nach und nach abwechselnd mit dem Eierlikör zu dieser Masse geben und untermengen, ggf. mit Knethaken.

Den Teig aus der Schüssel auf Alu- oder Frischhaltefolie geben und verpackt für mind. 1 Stunde in den Kühlschrank legen.

Der Teig ist dann super weiter zu verarbeiten, gar nicht klebrig oder bröckelig. Herr L. und meine Freundin haben ihn dann durch den Fleischwolf (ein Erbstück) mit dem Plätzchenaufsatz davor gedreht. So ließ sich flott jede Menge Spritzgebäck, das ja eigentlich Drehgebäck heißen müsste produzieren.
Aus einem Rezept bekommt ihr ca. 3-4 Bleche. Diese mit Backpapier auslegen.


Im vorgeheizten Backofen könnt ihr alle auf einmal bei ca. 180 Grad für 10-12 Minuten backen .

Aber Achtung, jeder Backofen backt anders und trotz Umluft verteilt sich die Hitze nicht gleichmässig. Zudem garen dünne Plätzchen in Streifenform schneller, als dicke zu Kringeln gelegte.

Also Obacht! Und ggf. während des Backens mal die Bleche umschichten.

An mir war es dann nach dem Backen und Abkühlen den Guss aufzutragen. Das Zoppen, oder Tunken war aber sehr materialintensiv, sprich brauchte sehr viel Guss. Darum habe ich bald zum Backpinsel gegriffen und ihn aufgestrichen.

Die Plätzchen schmecken herrlich mürbe und zart, aber gar nicht alkohollastig. Selbst der Guss hat nur eine leichte Eierlikör-Note.

Das Rezept stammt übrigens von einer anderen Freundin. Danke, liebe Claue!!!

Sehr, sehr lecker, diese Plätzchen. Ich befürchte, die werden nicht bis Weihnachten halten, da müssen wir bestimmt noch mal nachbacken. Aber das ist auch schon fest eingeplant, aber es gibt ja soviel köstliche Rezepte…Oder vielleicht doch noch mal das Spritzgebäck….?

Habt ihr einen Favoriten, der jedes Jahr sein MUSS? Und habt ihr schon gebacken? Oder habt es euch für heute vorgenommen?

Was immer ihr an diesem 2. Advent vorhabt, macht es euch nett und seid mir lieb gegrüßt,

2 thoughts on “Advents-Schnipsel #4 – oder – Spritzgebäck mit Eierlikör

  1. Hallo Monika,
    meine Tradition war immer schon Plätzchen mit meiner Mutter zu backen. Schon zu Kindertagen stand ich im Advent immer am Plätzchenwolf.
    Ich befürchte, dass diese Tradition in diesem Jahr leider zu Ende gehen kann. Meine Mutter 79 Jahre mag nicht mehr backen. Ich kann es verstehen aber es macht traurig.

    Spritzgebäck ist für mich das Weihnachtsplätzchen Nr. 1. Nun ein neues Rezept, dann noch mit Eierlikör sehen, macht mich direkt hibbelig um es auszuprobieren. Ob ich es dieses Jahr noch schaffe, weiß ich noch nicht. Notiert ist es. Vielen Dank dafür.

    Liebe Grüße
    Monika

    Gefällt 1 Person

  2. Liebe Monika, Plätzchenwolf ist eindeutig ein hübscherer Ausdruck für das Ding, als Fl… :-))
    Wenn eine Tradition nicht mehr möglich ist, nämlich das Backen mit deiner Mama, dann ist das natürlich sehr schade. Vielleicht entsteht aber dann eine neue, wie auch immer….
    Und ja, dies Rezept ist wirklich, wirklich lecker!!!
    So lecker, dass wir nix mehr davon haben. Denn ich habe auch einige kleine Plätzchentüten gefüllt und verschenkt und wir haben zum Kaffee auch gerne zugegriffen.
    Freue mich, wenn du es nachbackst.
    LG, Monika

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