Never say never – oder – Kränze aus Trockenblumen

Hosen mit Schlag, Spitzenkrägen groß, wie Tischsets, Plisseeröcke, Dauerwellen, Makramee-Blumenampeln und Trockenblumen…

Wenn man ein Kind der 60er ist, hat man das alles schon mitgemacht. Und bei einigen Dingen behaupte ich mal kategorisch: Nein, nie wieder!!

Dauerwellen kommen mir nicht mehr auf den Kopf und diese Spitzenkragen nicht mehr um den Hals. Einen Plisseerock zu tragen kann ich mir im Moment auch nicht vorstellen…

Und bei Trockenblumen dachte ich jahrelang an die vielen Trockenblumensträuße oben auf unserem alten Weichholzschrank. Die reinsten Staubfänger!

Never say never!

Der Trend mit Trockenblumen etwas Dekoratives zu gestalten ist ja jetzt auch schon wieder zwei, drei Jahre in Blogs und auf Insta zu sehen. Jetzt hat es auch mich auch erwischt und ich habe im Sommer Strandflieder, Jungfer im Grünen, Strohblumen und Schleierkraut auf dem Markt gekauft und selbst hängend getrocknet. Lagurus und Flachs habe ich schon getrocknet erstanden.

Und dann konnte es losgehen.

Selbst „nur“ im Korb gefiel mir die getrocknete Blumenpracht recht gut. Aber die Zeit der bunten Sträuße wollte ich nun wirklich nicht auferstehen lassen. Viel mehr hatte ich mich von Kränzen aus Metall-oder Holzreifen, oder Stickrahmen inspirieren lassen.

Es braucht neben getrockneten Blumen nicht viel Material.

  • Reifen in der gewünschten Größe aus Metall oder Holz
  • Alternativ kann man Stickrahmen nehmen, dann hat man gleich zwei Ringe
  • Schere
  • dünner Wickeldraht in gewünschter Farbe

Kranz #1

Lagurus-Gras (das Puschelige), Jungfer im Grünen, Strandflieder in Violett und etwas Schleierkraut

Für den ersten Kranz, den ich hier vorstellen will, habe ich einen Holzreif mit 30cm Ø gewählt. Eine ideale Größe, um ihn halb zu binden.

  • Die ausgewählten Blumen schneidet ihr relativ kurz und fasst sie zu kleinen Bündeln zusammen.
  • Diese umwickelt ihr mit etwas dünnem Draht, den ihr dann abschneidet.
  • Mit einer zweiten Drahtspule befestigt ihr dann fächerförmig aufeinanderliegend (so dass die Stiele der Vorherigen von den Blüten des Nächsten verdeckt werden) diese Bündelchen. Diesen Draht schneidet ihr NICHT ab, sondern umwickelt damit, bis zum gewünschten Ergebnis.

So sah mein halber Kranz schließlich aus. Als Schmuck habe ich zuerst nur ein Band angeknotet. Aber irgendwie fand ich ihn doch sehr „nakisch“ und habe deshalb…

… zwei kleine Girlanden gefertigt. Blütenreste habe ich mit ca. 10cm Abstand angedrahtet. Diesen Draht habe ich dann um einen Stift gewickelt, wodurch der Springfedereffekt entsteht.

Mir gefiel es so besser. War mir vorher doch fast ein bisschen kahl. Aber jeder, wie er mag!

Es war übrigens recht schwierig mit dem Fotografieren, da es entweder zu sonnig oder zu bewölkt war. 😉

Kranz #2

Dieser Kranz aus Strandflieder war mein zweites Werk.

  • Den Strandflieder hatte ich frisch gekauft und dann hängend ca. zwei Wochen trocknen lassen
  • Der Rahmen ist das Äußere eines Stickrahmens mit ca. 20cm Ø.
  • Oben, wo eigentlich die Spannschraube eingedreht wird, habe ich Draht durchgezogen und verdreht und dann dort begonnen die Blumen anzudrahten. So war die Stelle verdeckt.
  • Wieder die Stiele kürzen, farblich gleiche Bündel zusammenfassen und mit Draht umwickeln
  • Fächerförmig mit einem fortlaufenden Draht um den Reifen binden.
  • So vorgehen bis ihr einmal rund seid. Wenn ihr euch wundert, warum ihr bei meinem Kranz eine Lücke seht, so hat das einen simplen Grund: Mir ist das Material ausgegangen.

So fand ich, sah der Kranz irgendwie unfertig aus. Nach kurzem Überlegen habe ich dann versuchsweise Sisalkordel um das freie Stück gewickelt. Da mir das gut gefiel, habe ich die Enden mit einem Klecks Uhu auf der Rückseite festgeklebt.

Kranz #3

Mein dritter Kranz hat den inneren Teil des Stickrahmens mit 20cm Ø als Grundlage.

Das puschelige Lagurusgras und eine Strohblume sind diesmal das Material der Wahl.

Zusammen mit wenigen Flachszweigen in Natur und Pink habe ich daraus einen kleinen Strauß gebunden.

  • Um den mittleren Bereich des Holzrings habe mehrmals ich Sisalkordel gewickelt. Dafür den Anfang mit einem Tropfen Uhu festgekleben.
  • Dann das Sträußchen in Höhe des umwickelten Drahts mit Kleber zwischen der Sisalumwicklung befestigen, und zwar auf den vorderen Kordeln.
  • Die Stiele so kürzen, dass sie innerhalb des Stickrahmens liegen.

Na, welcher Kranz gefällt euch am besten?

Ich mag sie alle Drei!

So sind Trockenblumen doch deutlich moderner interpretiert, als zu früheren Zeiten und jeder hat jetzt in meiner Herbstdekoration seinen Platz gefunden.

Habt es nett und seid mir lieb gegrüßt,

Verlinkt beim Creativsalat, Dings vom Dienstag und HoT

3 thoughts on “Never say never – oder – Kränze aus Trockenblumen

  1. Hallo Monika! Ich finde alle drei Kränze toll, jeder ist anders und besonders. Ich habe bisher noch nicht mit Trockenblumen dekorieren aber wer weiß vielleicht packt es mich auch mal irgendwann 😉
    Liebe Grüße Vanessa

    Gefällt 1 Person

  2. Liebe Monika,

    Trends kommen irgendwie immer wieder. Freue mich, dass du dich hinreißen lassen hast. Deine verschiedenen Ideen mit den Trockenblumen sind bezaubernd. Ich konnte mich vor den „krümmeligen“ Schönheiten noch dekotechnisch fernhalten. Aber es wird immer schwieriger 🙂

    Alles Liebe

    MIla

    Gefällt 1 Person

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