Eine kleine Geschichte vom Stein am Rhein – oder – Wir schicken Steine auf den Weg

img_6856Alle, die durch einen QR-Code hier gelandet sind, begrüße ich ganz herzlich und würde mich freuen, wenn ihr euch kurz die Zeit nehmt, diesen Post zu lesen.

Am letzten Samstag im August wussten mein Mann und ich, dass in der darauffolgenden Woche eine lebensverändernde Operation stattfinden würde.

Denn bei meinem Mann war kurz vorher ein großer Nierentumor entdeckt worden, und wir fürchteten und fieberten gleichermaßen dem Tag der OP entgegen.

Jeder, der schon mal in dieser Situation war, weiß um die Spannbreite der Gefühle, die man dann durchlebt.

Irgendwie mussten wir diese Tage bis zum Tag X hinter uns bringen.

Neben vielen schwierigen Gesprächen, mussten wir uns aber auch schöne Momente schaffen und sind deshalb bei schönstem Spätsommerwetter zum Rhein bei Meerbusch-Langst gefahren. Genau gegenüber liegt auf Düsseldorfer Seite Kaiserswerth.

Dorthin wollten wir aber nicht, sondern auf unserer Seite am Rheinufer entlangspazieren.

Ein kleines bisschen kamen wir uns wie am Meer vor, als wir uns in den warmen Sand setzten und dem Plätschern der Wellen zuschauten.

Als wir dann am Ufer entlangliefen, fiel uns auf einem Stein liegend ein kleines Monster auf.

Das war auf einem flachen Stein gemalt und wollte auch gefunden und, wie auf der Rückseite stand, auch gepostet werden.

Lieber Steinmaler, entschuldige bitte, das haben wir bis jetzt nicht gemacht, denn dieses kleine Monster barg für uns sehr viel Symbolik.

Wir versprachen uns, wenn die OP hinter uns läge, an diesem Ort einen eigenen Stein abzulegen.

Dafür sammelten wir auch einige geeignete Kiesel, die es am Rhein auch reichlich gab.

Als mein Mann operiert wurde, saß ich zu Hause und malte drei Steine an.

Es gibt sicher schlechtere Methoden, die Zeit in so einer Situation, zu verbringen.

Es entstanden:

  • Ein Herz, das bot sich bei der Form einfach an
  • Ein Regenbogen: Hoffnungssymbol mit dem Satz auf der Rückseite Alles wird gut
  • Und in Gedenken an Santorini, eine (sichtbar) griechische Insel. Die Reise dorthin haben wir dies Jahr schon wegen der Corona-Pandemie gecancelt.

Inzwischen sind sieben Wochen vergangen.

Die OP ist erfolgreich verlaufen, der Heilungsprozess verläuft recht gut und wir hoffen, dass die engmaschigen Kontrolluntersuchungen weiterhin nur gute Ergebnisse zeigen.

Nun war es Zeit, an den Rhein zurückzukehren und unser Versprechen einzulösen, einen Stein dort abzulegen.

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Mein Mann, hier eher unter Herr L. bekannt, hatte dann die Idee auf die Rückseite einen QR-Code zu kleben, der auf diesen Artikel auf meinem Blog verweist.

Also alle, die durch den QR-Code hier landen, begrüße ich nochmals ganz herzlich und bitte euch mir im Kommentarfeld einen Kommentar zu hinterlassen. Wer mag kann auch ein Foto unter meinem Instagram-Profil @Monamalerie posten und zeigen, wo der Stein jetzt liegt.

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Das war meine kleine Geschichte vom Stein am Rhein, der mit dem kleinen Hoffnungs-Monster.

Dieses Jahr beweist einmal mehr, dass einfach das Wichtigste Gesundheit ist!!!

F… Corona!

F… Krebs!!!

Bleibt gesund!

Liebe Grüße,

6 thoughts on “Eine kleine Geschichte vom Stein am Rhein – oder – Wir schicken Steine auf den Weg

  1. Das finde ich ja gut, QR – Code auf dem Stein! Noch besser allerdings, dass es gut ausgegangen ist. Ich weiß ja, wie wichtig so ein Mensch an der Seite ist. Das prägt ja auch alles, was ich in diesen Zeiten tue: Ich will einfach noch ein paar Jährchen gemeinsam haben. Viele werden es aufgrund von Alter & Erkrankung nicht sein, das weiß ich, aber ich möchte nicht anderen die Möglichkeit geben, durch ihr Verhalten zu entscheiden, wie viele es sind. Das Gerede dazu in Blogkommentaren hat mich zuletzt ja auch so massiv abgestoßen….
    Euch Zweien wünsche ich noch viel Zeit miteinander. Manchmal kriegt man so einen Anstoß, dass man begreift, welchen Schatz man da hat.
    GLG
    Astrid

    Gefällt 1 Person

  2. Liebe Monika,
    der Stein ist ja ein schönes Symbol für eure Situation. Es scheint mir als hätte ihn jemand für euch dorthin gelegt,um euch zu finden. Ich freue mich sehr für euch, dass eure Geschichte gut ausgegangen ist. Und die Idee mit dem Code finde ich super 👍. Sehr berührend.
    Ganz liebe 💕 Grüße Annette

    Gefällt 1 Person

  3. Hach Monika … jetzt hab ich schon ein bisschen Pippi in die Augen … erstmal alles gute und ganz viele positive Gedanken an euch zwei … und die Aktion mit den Steinen ist sowas von mega gut … ich sag ja immer „mindestens einmal am Tag lächeln“ … hilft zumindest ein bisschen.
    viele liebe Grüße
    Andrea

    Gefällt 1 Person

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