Aller guten Dinge sind drei – oder – Gestrickter Sommerpulli mit Rundpasse

Ich weiß nicht, ob ich es schon mal erwähnt habe, aber ich bin kein sehr geduldiger Mensch.

Beim Nähen kriege ich die Krise, wenn der Faden aus unerfindlichem Grund reißt (Wobei so unerfindlich sind die Gründe ja meist nicht. 😉 Ich sag nur Fadenspannung… oder morsches Garn…). Dann ist es gut, dass ich da in meinem stillen Eckchen im Schlafzimmer an der Nähmaschine sitze und meinem Unmut Ausdruck gebe. Habe ich das nicht schön formuliert?

In den letzten Monaten habe ich zumindest außer Haus gelernt, geduldig zu sein. Schon aus reinem Selbstschutz halte ich beim Einkaufen Abstand, bis die Dame an der Kühltheke ihre 5 Jogurts aus drei Kartons sortiert und in den Einkaufswagen gepackt hat. Innerlich schare ich mit den Hufen, äußerlich lächle ich gleichmütig. Ach manno, das sieht ja niemand: Maske!!

Wo war ich? Ach ja!

Ich bin also eher kein geduldiger Mensch,… aber beim Stricken überkommt mich da (meist) eine engelsgleiche Gleichmut. Da riffle ich (fast ohne mit der Wimper zu zucken) ganze Ärmel wieder auf oder probiere so lange eine Strickanleitung zu verstehen, bis es Klick macht.

Ist Stricken also tatsächlich mein Yoga?

Man könnte es meinen, denn mit meinem neuesten Stricktop habe ich tatsächlich drei Anläufe gebraucht, bis mir die Passenlösung gefiel.

Aller guten Dinge sind drei.

Und so sieht er fertig aus. Gestrickt aus schwarzem Baumwollgarn, das schon vor Jahren geschenkt und gut „abgelagert“ war.

Es hat ca. 125 m LL und ich (Lockerstricker) habe es mit NS 3 gestrickt. Ich habe es bis zur Passe ohne Anleitung gestrickt.

Die Bündchenlösung mit dem Schlitz fand ich schon bei meinem Pulli im Bretonlook (von hier) sehr dekorativ. Bündchen und Schlitzeinfassung diesmal im Perlmuster zu sticken, hatte ich irgendwo bei Pinterest gesehen. Dann habe ich ihn glatt rechts hochgestrickt, bis ich nach Auflage auf ein anderes Strickshirt bei den Armausschnitten gelandet war.

Die Idee zur Rundpasse habe ich dann in der Burda Stricken 3/20 gefunden. Ich fand die Rippenoptik so hübsch und meine Maschenanzahl war auch mit den Angaben identisch.

Die Anleitung meinte dann man solle in jeder 3.Runde 20 Maschen gleichmäßig verteilt rechts zusammenstricken.

Das sah dann aber leider sehr kruschelig und unordentlich aus, wie man in der Collage oben sieht.

Nö, so würde ich das nicht anziehen!! Also bis zum Armausschnitt wieder aufgeriffelt. Neu überlegt und einen Raglan ausprobiert, den ihr in der Collage noch auf den Nadeln seht.

Um ganz sicher zu gehen, wie die Passe so sitzt habe ich ihn vorsichtig angezogen. Tja, ganz nett, aber so eine Rundpasse würde mir dann schon besser gefallen.

Und wie ihr in den zwei Kacheln darunter sehen könnt, ich habe dann wieder geriffelt und einen dritten Versuch gestartet.

Diesmal bin ich das ganze mit Skizze und Taschenrechner angegangen, aber mir schon vorher genau überlegt, wo die Abnahmen sitzen sollen und die Maschen rechts überzogen zusammengestrickt, was wesentlich ordentlicher aussieht.

Yes!! Im dritten Anlauf sitzt die Passe endlich, wie ich es mir vorgestellt habe. Na, wenn das nicht Geduld und Ausdauer beweist?

Die Armausschnitte habe ich nur mit einer Reihe fester Maschen umhäkelt.

🎶Walk like an Egyptian🎶

Da Herr L. meinte die Passe hätte so was Cleopatrahaftes lag es nicht so fern an die Handhaltung beim Fotografieren dem Song anzupassen. 😉

So bin ich im dritten Anlauf schließlich zufrieden. Sieht man auch, nicht wahr?

Mein Strickshirt kann ich jetzt endlich auch bei Dings vom Dienstag , bei Maschenfein und bei HoT zeigen.

Macht es gut, auch bei diesen Temperaturen und seid mir lieb gegrüßt,

3 thoughts on “Aller guten Dinge sind drei – oder – Gestrickter Sommerpulli mit Rundpasse

  1. Hallo Monika,
    ich bin auch ein Aufrippleer, kann Dich also gut verstehen. *G*
    Aber das Aufrippeln hat sich absolut gelohnt, das schaut jetzt einfach super aus. Du wirst das Teil bestimmt ganz oft tragen, denn es ist ein echtes Allroundstückchen geworden.
    Liebe Grüße
    Manu

    Gefällt 1 Person

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