Erinnerungen an Danziger Patrizierhäuser – oder – DIY: Leinwand mit Stoffhäusern beklebt

Was mir in Danzig auf Anhieb am besten gefallen hat, war die Langgasse und der Langmarkt vor dem Rathaus mit seinen wunderschönen Patrizierhäusern.

Jedes Mal wenn wir über die lange, breite Gasse schlenderten, entdeckte ich etwas Neues an den Fassaden, eine Bemalung, oder eine Verzierung in Form von Fliesen.

Ich bewunderte die verschiedenen Giebel und die harmonischen Farben.

Nach dem Krieg haben die polnischen Restauratoren ganze Arbeit geleistet und haben das Zentrum Danzigs nach alten Stichen, Fotos und Gemälden kunstvoll und originalgetreu wieder aufgebaut.

Und so überlegte ich ein paar Tage lang, wie ich die Erinnerung an diese schönen Häuser in der sogenannten Rechtsstadt aufrechterhalten und gleichzeitig noch kreativ werden könne.

So kam ich schließlich auf die Idee mir eine längliche Leinwand zu besorgen und darauf mit Textilleim Häuser aus Stoff zu kleben.

Ich experimentierte ein wenig mit verschiedenen Stoffen und unterschiedlichen Giebelformen, bis mir die Zusammenstellung gefiel.

Vielleicht habt ihr ja auch Lust bekommen, euch eine Häuserzeile aus Stoff zu gestalten. Darum zeige ich euch im folgenden, wie ich es gemacht.

Ihr braucht dafür:

  • eine Leinwand (meine ist 20 x 50 cm )
  • Stoffreste in Farben eurer Wahl
  • Textilleim, sogenannter Mod Podge für Textilien (aus dem Bastelladen, bzw. meiner ist von einem Discounter
  • Bleistift
  • Schere
  • mittelbreiter Pinsel

Ich habe fünf verschiedene Formen von Häusern benutzt, die ich euch im als Vorlage vorbereitet habe. (Wenn ihr die nächsten Bilder in DIN A4 ausdruckt, habt ihr die Vorlagen in Originalgrösse)

Da ich das fertige Bild im Wohnzimmer auf dem Bilderbord dekorieren wollte, habe ich mich mit den Farben am Sofa und den Kissen orientiert, also Blau, Beige – und Gelbtöne.

Zuerst entschied ich mich den treppenförmigen Giebel drei mal zu verwenden.

Ich malte die Häuser auf der linken Stoffseite auf, kann euch aber nur dringend empfehlen dafür einen Bleistift und keinen dünnen Filzstift zu nehmen.

(Denn lässt man auch nur ein Mü dieses Striches, z.B. beim Ausschneiden der Fenster stehen, so verläuft dieser durch den Textilleim unschön und sichtbar.

Ich weiß wovon ich rede, denn ich habe zwei Häuser halbangetrocknet wieder abgezogen und durch Neue ersetzt.)

Ich schob dann die verschiedenen Häuserformen so lange hin und her, bis mir die Anordnung gefiel.

Dann strich ich die Leinwand mit dem Textilleim etwa in Breite zweier Häuser ein, setzte den Rand des Hauses an die untere Kante an und klebte dann das komplette Haus fest.

Im folgenden überpinselte ich den Stoff mit dem Leim, der gleichzeitig klebt, lackiert und versiegelt.

So ging ich dann mit allen Häusern vor.

Der weißliche Textilleim trocknet dann in ca. 1/2 Stunde durchsichtig ein.

Man kann in dieser Zeit auch noch Korrekturen vornehmen (wie ich es oben schon erwähnt hatte)

Der „Monk“ in mir, war erst nicht so glücklich, dass durch die Korrektur zwei Häuser doch ein wenig windschief wirken, aber hey, das sollen ja alte Patrizierhäuser sein.

Da darf es dann auch schon mal etwas windschief zugehen, oder?

Ich bin mit meiner Danziger Häuserzeile auf jeden Fall recht glücklich, macht sie sich dort über dem Sofa, sowohl vom Format der Leinwand, als auch von den Farben der Häusern gut.

Jetzt muss ich aber wirklich mal meine Fotos und Reisetagebucheinträge sichten und euch bald in einem post von dieser schönen und vielfältigen Stadt berichten.

Versprochen!!

Verlinkt habe ich mein kreatives Reiseandenken beim Creadienstag, Dings vom Dienstag, und bei HoT

Habt es nett und seid mir lieb gegrüßt,

4 thoughts on “Erinnerungen an Danziger Patrizierhäuser – oder – DIY: Leinwand mit Stoffhäusern beklebt

  1. Mensch, Monika! – Da hat dich ja mal wieder die Kreativ-Muse geküsst! Ein ganz großes Kompliment.
    Das kommt auf meine Liste – ich finde die alten Häuser in Bergen/Norwegen so toll

    Gefällt 1 Person

  2. Wenn das keine Inspiration war!

    Für mich ist Danzig auch ein Symbol für Frieden und die europäische Idee, denn die Polen, die die Stadt wieder so aufgebaut haben, dass der flamboyante Baustil wieder neu sichtbar wurde, sind selbst aus anderen Teilen ihres Landes vertrieben worden. Die in den Westen geflohenen Danziger waren bei ihren Besuchen berührt, ihre Stadt so wieder vorzufinden.
    Nicht zuletzt entstand die demokratische Bewegung, die die politische Situation in Polen verändert hat, in der Danziger Werft. Und auch heute ist dort eine liberalere Stadtgesellschaft als im übrigen Land.
    In diesem Sinne grüßt
    Astrid

    Gefällt 1 Person

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