Verstrickt und zugenäht – oder – Streifen in Marinefarben

Bei meinem post vom Dienstag hatte ich ja schon mal eine Runde gemeckert, weil ich mit der Anleitung und der Schnittführung meines rosa Wickel-Pullunders (ja, eine Jacke oder Weste ist es ja nicht mehr/ siehe hier) kolossal unzufrieden war.

Aus dem selben Strickmagazin (Lovewool 1/18) hatte ich mir aber noch einen Oversize-Pulli in blau-weißen Streifen ausgesucht, mit dem ich direkt nach dem Stricken des ersten Teils auf Probleme stieß ( Hier hatte ich darüber schon mal geschrieben)

Nach dem Murks dem ich da schon hatte, musste ich dann feststellen, dass in diesem Strickteil der Wurm drin war. Eine Seite jedes Teils lief einfach nach oben schief zu.

Irgendwo hatte ich bei dem Strickmuster einen großen Denkfehler, oder vielleicht ist auch schlichtweg ein Fehler in der Anleitung.

Ehrlich gesagt fehlte mir die Motivation, dies zu erforschen.

Um ganz ehrlich zu sein war mein Elan diesen Pulli, wie auch immer fertigzustellen ungefähr auf Null gesunken. Und so lag er lieblos in einem Wollkorb vergraben und war knapp dem Altkleidersack entgangen.

Als ich aber dann bei der rosa Wickeljacke erfolgreich „eine Operation am offenen Strickrand“ vornahm, dachte ich mir, dass es einen Versuch wert sei, dies auch beim Streifenpulli zu probieren.

Und was soll ich sagen: Hat geklappt!

Nachdem ich jeweils die überstehenden Ränder mit Kreppklebeband markiert habe, nähte ich einmal von oben nach unten eine Reihe Steppstiche, entfernte das Klebeband um dann diverse Male im Zickzackstich darüber zu nähen und schließlich beherzt an der neuen Kante abzuschneiden.

Mutig geworden habe ich schlußendlich auch die Seitennähte mit der Maschine zusammengenäht.

Und wie ihr auf dem Fotos erkennt, hat das ausgesprochen gut funktioniert und ist quasi nicht zu sehen.

So habe ich dies hoffnungslose Strickteil tatsächlich retten können und freu mich echt, denn ich mag’s ja wirklich sehr gern maritim gestreift.

Auch hier gilt also wieder: Ende gut- alles gut.

Manchmal ist es ja gut nicht seinem ersten Impuls (das Teil wegzuwerfen) zu folgen, sondern es erst mal irgendwo zwischenzulagern….

Mich würde ja mal interessieren, ob ich die einzige bin, die mit den Anleitungen aus dieser Nummer des Magazins auf Kriegsfuß stand.

Seid mir lieb gegrüßt

Da es RUMS ja leider nicht mehr gibt, entdeckte ich letztens eine neue Linkparty am Donnerstag bei Nähfrosch.

Und heute meldete sich noch Melanie mit einem Kommentar und lud mich zur Linkparty Sewlala ein.

Und wenns darum geht, was man auf den Nadeln hatte, ist Maschenfein auch immer eine gute Adresse, anderen seine Werke zu zeigen.

5 thoughts on “Verstrickt und zugenäht – oder – Streifen in Marinefarben

  1. Hi Monika, der Pulli ist total schön geworden! Wenn du magst, dann verlinke deinen Beitrag doch auch bei Sew La La – ich habe unter http://www.sewlala.de eine neue Linkparty für Erwachsenenkleidung gestartet. Findet am Donnerstag statt, aber der Post muss nicht vom Donnerstag sein. Ich würde mich freuen, wenn du vorbeischaust! Liebe Grüße, Melanie

    Gefällt 1 Person

  2. Hallo Monika,
    der Pullover ist sehr schön geworden, er steht dir super.
    Leider sind in vielen Handarbeitsheften die Anleitungen an den kniffligen Stellen nicht ausreichend.
    Da hilft dann nur der kreative Umgang mit dem Problem – das hast du ja super gemeistert.
    Wenn ich das richtig sehe, wurde immer in eine Richtung verkreuzt, kein Wunder, wenn sich das Strickstück dann verwindet. Und da reicht es auch nicht aus, es zu spannen, nach meiner Erfahrung zieht es sich immer wieder zurück.
    Da war Deine Lösung die bessere Option.
    Liebe Grüße
    Gudrun

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    • Liebe Gudrun, danke für deine lieben Worte.
      Tatsächlich habe ich den Pulli wirklich gespannt, was aber wirklich leider nix genutzt hat.

      Ich bin froh, dass ich ihn nicht aus Frust entsorgt habe, sondern erst mal zur Seite gelegt habe und jetzt ja eine ganz gute Lösung gefunden habe.

      Einen schönen Sommer und ganz liebe Grüße,

      Monika

      Gefällt 1 Person

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