#Sonntagsglück – oder – Lilamalerie in Stockholm

Ich habe es ja schon hier geschrieben:

Ich war im gerade vergangenen Juni viel unterwegs.

Wer hier schon länger liest, weiß, dass das Reisen für mich ein großes Glück ist und deshalb nutze ich auch das #Sonntagsglück bei Katrin, um euch heute von meinen vier Tagen in Stockholm zu erzählen . (Über unseren Berlintrip werde ich ein anderes Mal berichten.)

Diese Collage gibt einen kleinen Vorgeschmack….

Wollt ihr mehr sehen und lesen?

Das würde mich freuen, denn Stockholm ist so eine schöne Stadt und so vielfältig, dass wir letztes Jahr nach unserem ersten Besuch beschlossen: Hier müssen wir nochmal hin!! (Hier , hier und hier könnt ihr davon lesen)

Viele der touristischen Mustdoes haben wir schon im letzten Jahr besichtigt, wie das Vasa-Museum, das Freilichtmuseum Skansen, das Stadtschloss, das Nobelmuseum und das Rathaus….

Was wir beim letzten Mal nicht besuchen konnten, war der Turm des Rathauses, denn der wurde gerade restauriert.

Aber diesmal hatten wir Glück. Er war für Besucher geöffnet und wir ergatterten auch ein Zeitfenster eine halbe Stunde nach unserer Ankunft.

Das ist wohl nicht selbstverständlich, denn es dürfen nur 30 Personen gleichzeitig auf den Turm und man kann die Eintrittskarten auch nicht im Internet vorbestellen, sondern nur für den Tag kaufen.

365 Stufen und eine Holztreppenkonstruktion weiter, konnten wir dann von der Aussichtsplattform unterhalb der Glocken einen Rundumblick auf Stockholm werfen.

Ich mag es sehr, mir eine Stadt von oben anzuschauen. Das gibt einen guten Gesamtüberblick. Da wir ja im Vorjahr schon in Stockholm , konnten wir einiges Bekanntes wiederentdecken.

Aber es gibt ja auch noch so viel Neues zu entdecken:

Diesmal fanden wir auch die Brücke mit den Kronen, die ich letztes Jahr übersehen habe. Weil sie aber fast immer auf Fotos von Stockholmführern auftauchen, wollte ich sie doch auch mal auf’s Foto bannen.

Check!

Den Dachgarten, Takpark, auf dem Dach des Foodmarket und Restaurant Urban Deli auf dem Sveaväggen 44. Der öffnet um 17h und man kommt durch das Lokal nach oben. Dazu muss man ein bisschen warten mit einem gezogenen Nümmerchen und wird dann mit dem Aufzug kostenlos nach oben gefahren. So regulieren die Betreiber wohl den Ansturm.

Sehr netter Ort mit tollem Rundumblick über die Dächer Stockholms, aber natürlich nicht gerade leer an einem Freitagabend.

Das es auf dem Bild in der Collage so leer wirkt, liegt daran, dass wir am frühen Mittag schon mal da waren, und merkten, dass wir zwar in den Aufzug kamen, aber jeder, der mitfuhr Vorrang hatte. Aber der Betreiber der Bar, der gerade eine Lieferung nach oben fuhr, war so nett uns mit hochzunehmen und so konnten wir den Ausblick ganz solo genießen.

Sehr nett und entspannt, diese Stockholmer!! Diese Erfahrung konnten wir einige Male machen.

Da wir diesmal ein traumhaftes Wetter, mit oft knallblauem Himmel hatten, beschlossen wir an einem Tag eine Ahnung der Liebe der Schweden für ihre Schäreninseln zu bekommen.

Ganz nah an Stockholm, in nur knapp 30 Minuten mit dem Schiff zu erreichen liegt Fjäderholmarna.

So kann man in wenigen Stunden erahnen, wie es auf den vielen vorgelagerten Inselchen zugeht.

Ich fühlte mich ein bisschen wie auf Astrid Lindgrens Saltkrokan gemischt mit ein wenig Freizeitpark. Neben ganz ruhigen, idyllischen Ecken, gibt es dann recht touristische Stellen, an denen die hungrigen und durstigen Besucher ihre Bedürfnisse stillen können. Insgesamt aber ein lohnenswerter Ausflug für ca. 15€ hin und zurück.

(Nicht wahr, Anette 😉 ?)

Gegessen haben wir im Imbiss des Restaurants Rökeriet, und zwar Krabbenbrot und geräucherten Lachs mit Kartoffelsalat. Lecker, nur etwas mayolastig.

Wir haben überhaupt ziemlich viel Fisch gegessen, yummie.

Irgendwann denkt man auch nicht mehr über die Preise nach, sondern genießt nur.

Das obere Lokal Chutney liegt auf Södermalm, im Sofo genannten Gebiet und bietet in uriger Atmosphäre sehr leckeres Essen, sowie freien Kaffee und das immer kostenlose Wasser an. Das gibt es überall, sei es im Museumsshop, oder im Kaffee, eine nette Geste!!!!

Das untere Lokal liegt am Hauptplatz (Stortorget)in der Altstadt Gamla Stan. Da muss man natürlich den Blick mitbezahlen. Aber das Essen war hier im Chokladkoppen auch sehr lecker.

Nicht ganz neu war für uns das große Gebiet Djurgården. Und diesmal beschlossen wir aber eine Rundtour um die riesige Park-und Waldanlage zu machen.

Wir hatten uns wieder eine Dreitageskarte von City Bikes besorgt. Die kostet 165 Kronen, ca. 16 € und man kann drei Tage lang an allen Stationen für drei Stunden ein Rad herausnehmen. Dann sollte man spätestens das Rad wieder abstellen, kann aber sofort an Ort und Stelle ein Neues nehmen.

Vorteile:

  • Sehr gute, stabile Fahrräder
  • Unschlagbar günstig
  • Stationenübersicht als App
  • Stationen an vielen touristischen Knotenpunkten
  • Hilfreicher und schneller Support bei Problemen, per Telefon oder mail (wir hatten zweimal ein Problemchen)

Nachteile:

  • Keine seperaten Schlösser, Räder können somit nur gesichert an Station abgeschlossen werden
  • Wenn man Pech hat, ist die Station, die man nutzen will, voll besetzt, oder es ist kein Fahrrad mehr da.
  • Ausgerechnet auf Djurgården gibt es aber nur zwei Radstationen, und die sind nicht in dem riesigen Park/Waldgelände.

So radelten wir munter drauflos, um zu schauen, wie weit wir in dieser Zeit kämen, natürlich mit dem Polster wieder zeitig zur Radstation zu kommen.

Durch das blaue Tor gelangten wir in das weitläufige Gebiet, machten eine kleine Pause an Rosendals Slot ( oben rechts), radelten weiter zur Thielska Galleriet, einer riesigen Villa aus der Jahrhundertwende.

Da wir ja unsere Fahrräder nicht abschließen konnten, haben wir sie mit in den Garten der Villa genommen und uns im Cafe dann Kaffee und ein Stückchen Kuchen gegönnt.

Wir radelten weiter bis zu Waldemarsudde , das viele Jahre Prinz Eugen bewohnte, ein Prinz mit künstlerischen Ambitionen und tatsächlich einigem Können.

Bevor wir auf das Gelände abbogen, entdeckten wir, dass die Straßenbahn #7 quasi dort vorbeifuhr. So beschlossen wir unsere Fahrräder „loszuwerden“ und gelangten dann anschließend per Bahn wieder an den Ausgangspunkt.

Das schloßartige Gebäude zeigt die Repräsentationsräume des Prinzen, sowie in den obersten zwei Etagen eine Galerie mit Werken nordischer Künstler, sowie auch eigener Werke des Prinzen. Der konnte wirklich was!

In der ehemaligen Schloßküche ist heute ein Café untergebracht.

Wunderschön war auch der angrenzende Garten mit Skulturen, Blumen, einer Mühle und einem tollen Blick auf das Wasser.

Also Djurgården ist definitiv sehenswert, und nicht nur weil sich dort im westlichen Teil der Insel die Attraktionen, wie Vasamuseum, Openair-Museum Skansen und Vergnügungspark Gröna Lund nur so knubbeln.

Dort ist auch das Nordiska Museet beheimatet.

Schon letztes Jahr hat uns das Gebäude des Nordischen Museums angesprochen.

Hat doch was von Hogwards, oder ?

Das Gebäude an sich ist schon ein echter Knaller, im Renaissancestil entworfen und 1907 eröffnet.

Es zeigt den Alltag und die Traditionen der Menschen in Skandinavien vom 16. Jahrhundert bis heute.

Auch der Midsommer ist ein Thema, wie man auf unteren Bild, mit dem sommerlich gedecktem Tisch sieht.

Die Ausstellung ist sehr vielfältig und interessant und auch die Problematik, die die jahrzehntelange Ausgrenzung der Samen, der Urbevölkerung Skandinaviens betraf, wird nicht ausgespart.

Dies waren unsere Fortbewegungsmittel an den vier Tagen in Stockholm.

Seht ihr oben rechts die bemalten Wände? So kunstvoll sind viele U-Bahnstationen in Stockholm gestaltet. Da wir aber fast alle Weg mit dem Rad absolvierten, haben wir nur drei Stationen zu sehen bekommen.

Blick zurück auf das Rathaus und angrenzende Gebäude.

Dies Bild entstand an einem Abend auf dem Rückweg zu unserem Hotel im Süden von Södermalm. Wir sind wieder im Motel L gewesen, das uns schon letztes Jahr von Ausstattung, Preis/Leistungsverhältnis und Lage so gut gefiel.

Drumherum haben wir noch einige interessante Entdeckungen gemacht….

Aber ich glaube, dieser post hat schon sehr viel Input und ich würde mich freuen, wenn ihr bis hier tatsächlich gelesen habt.

Solltet ihr eine Stockholmreise planen, so helfen euch meine posts aus beiden Jahren sicher ein wenig, und solltet ihr Fragen haben… Nur zu, ich tue mein Bestes, um sie zu beantworten.

Ich wünsche euch morgen einen guten Start in diese tolle Sommerwoche und sage:

Hey då!

2 thoughts on “#Sonntagsglück – oder – Lilamalerie in Stockholm

  1. Was für ein schöner Bericht! Für mich geht es heuer zum ersten Mal nach Stockholm und ich bin schon sehr gespannt. Die Fotos sehen jedenfalls toll aus. Werde gleich mal auch deine anderen Stockholm-Berichte lesen. 🙂
    Liebe Grüße
    Julie

    Gefällt 1 Person

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