Stockholm im Mai – oder – Erste Impressionen vom Frühling in Stockholm

Es ist schon recht abwegig im Sommerkleidchen auf dem Balkon zu sitzen und Fotos unseres Städtetripps vor nicht mal einem Monat herauszusuchen, auf denen ich meine dicke Steppwinterjacke trage.

Aber ich war dankbar sie nach Stockholm mitgenommen zu haben, dass meine liebste Reisefreundin und ich vom 6.-9. Mai besuchten, denn es war an zwei Tagen nur um die 3 Grad und an einem Tag gab es sogar schon mal einen Schneeregenschauer.  Brrhhh!


Dennoch haben wir beide uns in Stockholm ein bisschen verliebt, und beschlossen schon auf dem Rückflug, nächstes Jahr zu einer späteren Jahreszeit noch mal zu kommen.



Wir hatten uns zwar beide zu Hause mittels Reiseführern und verschiedenen Kanälen im Internet,(seien es Blogs, Instagram oder Pinterest), mit Stockholm auseinandergesetzt, aber so richtig greifbar wird eine Stadt doch erst, wenn man vor Ort ist.

Ein paar Fixpunkte hatten wir vorher abgesteckt:

  • Da wir beide gerne Radfahren wollten wir uns bei Citybikes für drei Tage Räder ausleihen.
  • Wir wollten unbedingt das Vasamuseum sehen und dem Freilichtmuseum Skansen einen Besuch abstatten.
  • Wir wollten mit einer Fãhre fahren und Stockholm vom Wasser aus betrachten.
  • Wir wollten Stockholm von einem erhöhten Standpunkt besichtigen, am liebsten einem Turm.

Den Rest wollten wir offen lassen, und spontan entscheiden.

Wie wir unsere Tage in Stockholm verbracht haben, und ob wir unsere Liste „abgearbeitet“ haben, werde ich euch heute und sicher noch einem weiteren Blogbeitrag in Wort und Bild berichten.


Stockholm besteht ja aus größeren und kleineren Inseln zwischen Ostsee und Mälarsee.

Die diversen Brücken, die diese Inseln verbinden und die Tatsache, dass man sich fast immer irgendwo am Wasser befindet hat Stockholm sicher-den etwas abgedroschenen- Namen: Venedig des Nordens eingebracht.

Einzelne Stadtviertel sind durch diese Inselsituation in sich sehr geschlossen, darum habe ich mich entschieden über unseren Besuch nicht tageweise zu erzählen, sondern die Stadtteile einzeln vorzustellen. 

Da kann es schon mal sein, dass die Besuche nicht alle an einem Tag stattfanden, und der Himmel einmal knallblau und einmal grau in grau ist.


Gambla Stan (Die Altstadt Stockholms)


Blick auf die Altstadt von Södermalm aus. (oben)

Brända Tomten, eine fast italienisch anmutende Piazza in Gamla Stan (unten links)

Stortorget, der zentrale Platz in der Altstadt. (Hier habe ich schon von einem Cafebesuch dort berichtet.)


Wir hatten das Glück das erste Mal einen Fuß auf Gamla Stan zu setzen, als das Gros der Touristen schon wieder mit den Bussen abgezogen war. So war es in den südländisch anmutenden Gässchen wirklich idyllisch und wir fanden es dort wunderschön. An einem anderen Tag schoben wir uns dort mit den Touristenmassen durch, und das war eher grenzwertig.



Einen nicht eben kleinen Teil der Altstadt nimmt das Kungliga Slottet ein, das wir an einem Tag auch teilweise besichtigt haben.  Teilweise deswegen, weil wir  von den vier möglichen  Teilen nur zwei angeschaut haben, nämlich die Repräsentationsräume und den Gästeflügel, sowie die Schatzkammer. 

Dann war unser Bedarf an Königlichem gedeckt. Wir werden die Yellow Press im Wartezimmer beim Doc jetzt mit ganz anderen Augen sehen. ;-))

Ich habe immer nur gedacht, die Armen werden doch sicher in ganz modernen Appartments wohnen und sich nicht abends „gemütlich“ auf goldenen Sesselchen lümmeln müssen.

Ok, hier noch ein wenig Info: Das oben rechts ist übrigens Königin Christinas Silberthron aus dem 17. Jh. und in dem riesigen Saal unten recht finden Festbankette statt.

Gleich um die Ecke vom Schloss fanden wir an einem Abend das gemütliche kleine  Bistro Cafe Schweizer, wo wir sehr leckere Lasagnen gegessen haben, kleiner Salat und Brot mit Creme inklusive. Dazu bestellt wir einen nahezu künstlerischen Pfefferminztee. Das alles zu moderaten Preisen.

Das Nobel-Museum befindet sich am zentralen Platz Stortorget.

Dies kleine, feine Museum vermittelt viel Wissenswertes über Alfred Nobel, den Nobelpreis und die Nobelpreisträger und befindet sich in einem Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert. Museumsdidaktisch toll aufbereitet ist die Ausstellung sicher auch für Kinder interessant.
Auch noch auf der Insel Gamla Stan befindet sich Stockholms älteste Konditorei,  Sundbergs Konditori in der wir uns an einem der kalten Tage gerne aufsuchten, um uns  bei einem Kaffee aufzuwärmen,…

….und natürlich zufällig auch noch ein leckeres Stück Princesstorte (mit grüner Marzipanhülle) zu genießen.



Die Insel Djurgården


Diese Insel ist die größte Grünfläche der schwedischen Hauptstadt, war sie doch in früheren Jahrhunderten  das königliche Jagdrevier.

Für unseren Besuch hatten wir uns einen milden, frühlingshaften Tag ausgesucht, an dem es  Freude machte sich draußen aufzuhalten.

Aber unser erstes Ziel war das Vasa-Museum. 

Dort ist die schwedische Gallone ausgestellt, die 1628  bei der Jungfernfahrt kenterte und sank, und sich im Schlick und salzarmen Salzwasser der Ostsee über die Jahrhunderte erhalten hat und erst 1961 gehoben wurde.

Was für ein tolles Museum!!

Mein persönliches Stockholm-Highlight. Dort hätte man sich Stunden aufhalten können, und immer noch Neues entdecken können.

Aber dafür war das Wetter einfach zu schön und so gingen wir durch das blaugoldene Tor, das ihr auf der Collage ganz oben seht, am Wasser entlang  und gelangten schließlich zu Rosendals trädgård, einer Gärtnerei mit Cafe im Gewächshaus und bei so schönem Wetter auch draußen unter den Apfelbäumen.

Ein wunderschöner Ort, an dem man die Natur erwachen sehen konnte.

Im angeschlossenen Lädchen gab es alles rund ums Gärtnern und vieles mehr zu kaufen.

Allein zum Schauen war es sooo schön!!

Gestärkt mit Moretskaka (Möhrenkuchen) und leckerem Kaffee beschlossen wir dann dem …

Freilichtmuseum Skansen einen Besuch abzustatten.
Dort hatten wir das Gefühl mitten in Bullerbü gelandet zu sein. 😉

Hier sind schwedische Kultur und Traditionen in Szene gesetzt. Das Gelände ist riesig und man könnte dort auch einen ganzen Tag verbringen.

Aber schon die wenigen Stunden, die wir dort verbrachten, haben uns einen guten Einblick in die skandinavische Lebenswelten durch die Jahrhunderte gegeben.

Auf Djugården gibt es noch so viel Anderes zu entdecken, z.B. das nordische Museum, dass uns irgendwie an Hogward erinnerte, das Abba-Museum und den Vernügungspark Gröna Lund.

Aber dafür reichte ein Tag nun wirklich nicht.


Übrigens haben wir uns, wie geplant, Fahrräder ausgeliehen, die man überall im Stadtgebiet leihen und wieder zurückgeben kann. 

Die sogenannten City Bikes kann man per Karte, die man für 165 Kronen, (ca. 16 €) für drei Tage erweben kann, entleihen.

Sie sind bestens gewartet und man kann per App verfolgen, an welchen Stationen noch Räder verfügbar sind, bzw. wo freie Plätze zum Abstellen sind.

So früh im Jahr waren aber noch nicht alle Stationen in Betrieb, und an einem Abend hatten wir unsere liebe Not die Räder loszuwerden. Zudem gibt es kein Schloß am Fahrrad, so dass man es nicht vor einem netten Cafe, wo man einkehren  will einfach abschließen kann.

Aber an und für sich sind diese Fahrräder eine tolle Möglichkeit Stockholm zu erkunden, denn die Stadt ist absolut fahrradfreundlich.



Mehr von unserem Stockholm-Tripp erzähle ich euch bald, denn ich denke für einen Post habe ich schon heute  reichlich Impressionen und Eindrücke gezeigt und geschildert.

Die teile ich auch bei Karins #Sonntagsglück und bei Nicelittlethingsaround von Ionna.

Habt einen schönen freien Pfingstmontag morgen und seid mir lieb gegrüßt,

Monika

One thought on “ Stockholm im Mai – oder – Erste Impressionen vom Frühling in Stockholm

  1. Liebe Monika, du hast tolle Bilder ausgesucht. Es sind sehr schöne Erinnerungen, ich kann die einzelnen Tage nochmal durchleben. Da fahren wir auf jeden Fall nächstes Jahr wieder hin. Liebe Grüße Annette

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