Kulinarische Stockholm-Erinnerung – oder – Kanelbullar sind Zimtschnecken

Hey!

Ja, da begrüße ich euch wieder mit einem freundlichen schwedischen: Hey! Und habe immer noch nicht wirklich viel von unserem, mittlerweile fast drei Wochen zurückliegendem, Städtetripp nach Stockholm erzählt und gezeigt.

Aber das passiert noch, großes Ehrenwort!! Nur ist im Moment so viel anderes los, dass das Bloggen ein bisschen zu kurz kommt. Manchmal ist das eben so, wie ich auch bei vielen anderen Bloggerinnen schon mal lesen darf, dass das wahre Leben einfach Vorrang hat.

Aber Hey passt heute doch so schön, da ich zumindest einen kulinarischen Rückblick auf etwas typisch Schwedisches werfe.

Kanelbullar (nicht Kötbullar!!!), was soviel wie Zimtschnecken bedeutet.

Und die haben wir an unserem ersten Tag in Stockholm in einem kleinen, schnuckeligem Cafe, namens Chokladkoppen am Stortorget, jenem zentralen Platz mit den bunten Häusern, im historischen Zentrum bestellt. Als wir uns mal kurz aufwärmen, (denn es wurde an jenem 6. Mai abends noch empfindlich kalt) und dort noch was Warmes trinken wollten, konnten wir der Zimtschnecke nicht widerstehen. 

Da wir aber  schon zu Abend gegessen hatten, teilten meine Freundin und ich uns die riesige Schnecke.


Lecker!! 

Und auch bei uns im Hotel gab es sie mal beim Frühstücksbuffet als süßen Beitrag. Da fand ich die Idee, die Schnecken in einem Papierförmchen zu backen klasse und beschloss das zu Hause auch einmal zu probieren.

Und damit kommen wir zum eigentlichen Thema meines heutigen posts und bevor ich noch weiter in Reiseerinnerungen schwelge, werde ich euch zeigen, nach welchem Rezept ich die kulinarische Erinnerung an Stockholm nachgebacken habe.


Los geht’s!


Ihr braucht:

Für den Teig:

  • 100 g Butter
  • 300 ml lauwarme Milch
  • 1 Würfel frische Hefe (42g) Wieso hat der eigentlich so ein „krummes“ Gewicht?
  • 100 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • ca. 600g Mehl

Für die Füllung:

  • ca. 50 g Butter
  • ca. 50 g Zucker
  • ca. 4-6 TL Zimt

Zum Bepinseln der fertigen Zimtschnecken:

  • 1 El Butter
  • 1 EL Zimt und Zucker- gemischt 


Die Hefe in einer Rührschüssel zerkrümmeln.

Die Milch sollte lauwarm sein, die Butter schmelzen und beides miteinander vermischen, über die Hefe geben und so lange rühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat.


Zu dieser Mischung Zucker, Salz und soviel Mehl hinzufügen und verkneten, bis sich ein glatter Teig gebildet hat.

Den abgedeckt ca. eine halbe Stunde gehen lassen.

Wie ihr seht, kam meiner dann schon aus der Schüssel gekrochen. 😉

Noch einmal kräftig mit den Händen durchkneten und in zwei Hãlften teilen.


Diese jeweils rechteckig ausrollen.

Für die Füllung die Butter schmelzen und Zimt und Zucker untermengen. (Es sollte eine, nicht zu flüssige Masse entstehen)

Diese mit einem Backpinsel auf den zwei Teigplatten verteilen.

Die Rechtecke von der kürzeren Seite her aufrollen.


Dann aus der Rolle Scheiben von ca. 1 cm Dicke schneiden und die jeweils sofort auf das Backblech, bzw. in die Papierform legen. (Das ergibt pro Rolle ca. 16 -20 Schnecken)

Ich habe zum Ausprobieren eine Portion auf ein, mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt, die andere Portion in Papierförmchen gegeben.

Und welche Variante fand ich besser? Ganz eindeutig die in den Papierförmchen Gebackenen. Die waren saftiger und blieben schöner in der Schneckenform.


Die Backbleche in den  auf 200 Grad  vorgeheizten Backofen geben und dann bei ca. 180 Grad (Umluft) ca. 15 Minuten backen. (Das variiert von Backofen zu Backofen, also Obacht. Die Schnecken sollten goldbraun sein)

Die Butter schmelzen und die Zimtschnecken direkt nach dem Backen damit bepinseln und dünn mit der Zimt/Zuckermischung bestreuen.


Hier seht ihr das Stockholmer Original im direkten Vergleich zu meinen Kanelbullar.

Geschmacklich beide sehr lecker, die Schnecke im Cafe war natürlich riesig. Aber so klein und fein bleiben die Schneckchen natürlich auch länger frisch, zumal im Papierförmchen gebacken.

Ich habe sie schon zweimal gebacken seit ich zurück bin, und habe immer äußerst dankbare Abnehmer gefunden.

So können sie gar nicht alt, sprich trocken werden. Einige Kanelbullar habe ich jetzt probehalber mal eingfroren, um zu testen, wie sie dann wieder aufgetaut schmecken. 

Ich werde euch berichten!! Wenn sie dann so lecker, wie frisch schmecken, wäre das ja eine tolle Möglickeit auf Vorrat zu backen.

Aber auch frisch zubereitet gehen sie wirklich schnell und sind kein Hexenwerk.

Über diese kulinarische Erinnerung an Stockholm verlängere ich noch die Urlaubsfreude.

Drum verlinke ich diesen post auch mit dem Freutag. Und er passt auch schön zu Ionnas Linkparty Nicelittlethingsaround  und auch noch zu Mittwochs mag ich bei Vanessa.

Habt einen schönen (freien?) Freitag, oder freut euch auf ein sommerliches Wochenende!

Seid mir lieb gegrüßt,

Monika

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