Ein Weihnachtsgruß 


Ihr Lieben,

hier war es die ganze Woche still, aber heute am Heiligabend möchte ich doch ein kurzes Lebenszeichen von mir geben und euch :

Friedliche, glückliche, gesunde und einfach schöne Weihnachtstage

wünschen.

Dass ich das mit einem Bild des Weihnachtsbaums vorm Brandenburger Tor mache, hat nicht nur etwas mit den Geschehnissen vom letzten Montag in Berlin zu tun.

Aber irgendwie dann doch. Wie das?

Herr L. und ich haben ein verlängertes 4. Adventswochenende in Berlin verbracht. Ich hatte letzten Sonntag kurz als Sonntagsglück darüber gepostet. Da war die Welt noch in Ordnung und wir haben die vorweihnachtliche Stimmung genossen.

Just an dem Montag haben wir uns im Westteil der Stadt aufgehalten, da wir einen Tisch im NENI reserviert hatten und anschließend Karten für ein Theater am Kudamm hatten.

Wir waren also ab 16.30h rund um die Gedächtniskirche unterwegs, auf dem Weihnachtsmarkt, in der Kirche, im Bikini-Shoppingcenter, im Restaurant und auf dem Weg zur nur 400 Meter entfernten Komödie am Kudamm…

Hätte der Attentäter sich überlegt nur 50 Minuten früher seine Wahnsinnstat zu begehen, wer weiß ob ich euch diese Zeilen noch hätte schreiben können…

Eine solche örtliche und zeitliche Nähe zu dem schrecklichen Geschehen lässt mich sehr demütig und dankbar sein, wem auch immer. Meine Mama hätte gesagt: Da hatte unser Stündchen noch nicht geschlagen.

Ich bin kein sehr gläubiger Mensch, aber eine sehr katholische Kindheit lässt mich noch heute in jeder Kirche ein Kerzchen entzünden. So habe ich es auch am frühen Abend in der Gedächtniskirche gemacht… Wer weiß…?

Was passiert war, haben wir dann in der Pause im Theater mitbekommen, weil Familie und Freunde sorgenvoll nachfragten, ob es uns gutginge.

Ja wir haben Glück gehabt!! 

Nicht so die 12 Toten und vielen Verletzten, vor denen ich mich hier verbeugen möchte.
Das Bild vom Brandenburger Tor ist übrigens einen Tag vorher aufgenommen, darum noch in „Normalfarben“.

In Anbetracht der Tatsachen, was hätte sein können, kann ich mich ein wenig leichter mit der Tatsache abfinden, dass hier jetzt das reinste Lazarett ist. Erst mich (schon auf der Rückfahrt) und Herrn L. dann 2 Tage später zu Hause hat ein dicker grippaler Infekt erwischt. 

Und trotz Antibiotika geht’s mir immer noch nicht so doll und Herr L. auch nicht.

Darum war es hier die ganze Woche so still.

Habt schöne Tage im Kreise eurer Lieben, bleibt oder werdet gesund, freut euch an den schönen Seiten des Lebens, verzweifelt nicht an all dem Schrecklichen.

Dies alles wünscht euch von Herzen,

Monika


5 thoughts on “Ein Weihnachtsgruß 

  1. Ha. Ich war zur selben Zeit da. Sogar vorn in der Ecke am Zoo Palast. Dort, wo der Typ angekommen ist. Aber man darf sich das nicht so zu Herzen nehmen, außer man kennt jemanden der Betroffenen. Bei 4 Millionen Einwohnern bei einem Ereignis dabeizusein, das gerade mal 10 Sekunden dauert – da muß man schon ne Menge Pech haben. Es ist viel wahrscheinlicher, daß man nicht getroffen wird. Also: schön weiterleben, nicht ärgern lassen und jeden Tag genießen, als wäre es der Letzte!
    Gruß aus Berlin.
    Moopenheimer.wordpress.com

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