Der Stöckchen-Freutag – oder – Besser spät, als nie

1.Freitag ist Freutag!
2. Ich habe schon vor zwei Wochen ein sogenanntes Stöckchen von von Fragmentage bekommen.

3. Diese Woche stand sie auf einmal da, die 200.000 bei den views. Um genau zu sein ist es mir Dienstagabend bei 200.005 views aufgefallen.

Und diese „Schallmauer“, die ich für meinen kleinen, „von allem Etwas-Blog“ vor zwei Jahren, als ich Lilamalerie zum Leben erweckte, nie erwartet hätte, nehme ich endlich als Aufhänger die Fragen, die mir Fragmentage bei der Übergabe des Stöckchens gestellt hat zu beantworten.

Und warum ich dies am Freutag mache?

Na ist ja wohl klar, dass ich mich darüber freue, dass so viele Leute sich schon mal „bei mir“ umgeschaut haben und da nehme ich meine Freude darüber als Anlass, euch gleich noch ein bisschen mehr von mir zu erzählen.

Also, dies wird ein, für Lilamaleries Verhältnisse, sehr wortlastiger post.

Los geht’s:

Warum bloggst du?

Einfache Frage, schwere Antwort. 😉

Weil ich schon immer kreativ (im weitesten Sinne) tätig war, was ich in meinem Job aber nur begrenzt ausleben konnte und kann.
So bot sich irgendwann ein blog als gutes Forum, meine Ideen mit mehr Menschen, als in meinem persönlichen Umfeld zu teilen.
Der blog ist ein echtes Hobby geworden, er will gepflegt und „gefüttert“ werden.
Ich kann meine Ideen (und irgendwie auch mich 😉 selbst) darstellen.
Meiner Meinung nach ist so ein blog, wie ich ihn schreibe, ja nix für Introvertierte.
Und auch das ist sicher ein Grund, weshalb ich blogge, denn ich bin doch eher der extrovertierte Typ, der schon ganz gerne zeigt, was er gerade so macht, sei es eine Handarbeit, was Gekochtes oder eine Reise.

Gibt es einen Anlass, der zu deinem ersten Blogpost geführt hat, eine Geschichte, die ihr mit ihm verbindet?

Als ich Ende August 2012 angefangen habe, geschah das mehr aus einem Nebensatz, den ich zu meinem Mann gesagt hatte heraus.
In dem Jahr hatte die Brigitte ihre Kreativblog des Monats (bzw. Jahres)- Challenge, deren Beiträge ich interessiert verfolgte.
Und irgendwann habe ich dann wohl mal gesagt: „Boh, manche Kreativblogs sind ja toll!
Da hätte ich auch Spaß dran!“
Und da Herr L. von meiner zunehmenden Computer-Begeisterung, die sich erst so ein, zwei Jahre von sehr mässig auf recht hoch gesteigert hatte, angetan war, präsentierte er mir dann irgendwann auf WordPress meinen Blogrohbau: „So jetzt hast du einen Blog! Mach was draus!“

Und der erste post überhaupt drehte sich dann darum, wieso Lilamalerie so heißt.

Gibst du deinen Text vor der Veröffentlichung noch jemandem zu lesen?

Nein, denn Lilamalerie, das bin ich! Und darum geht ein post auch auf den blog, ohne dass Herr L. oder sonst jemand ihn vorher gelesen hat.
Das führt sicher manchmal zu Bandwurmsätzen und sehr kreativer Kommatasetzung. 😉

Ich bin allerdings offen für (konstruktive) Kritik, und habe dann im Nachhinein missverständliche Äußerungen auch schon mal abgeändert oder ergänzt.
Allerdings hat mein blog, anders vielleicht als Fragmentage, ja eher keine Themen, die kontrovers diskutiert werden könnten.

Wie sieht das Zusammenspiel zwischen deinem blog und deinen Aktivitäten in sozialen Netzwerken aus?

Da ich eigentlich aktiv nur auf Instagram unterwegs bin, gar nicht auf Twitter und meine Posts automatisch bei facebook (was so gar nicht meins ist) veröffentlicht werden, ist es mit dem Zusammenspiel nicht weit her.
Was sicher auch ein Grund mit ist, das andere blogs, die ähnlich lang, oder sogar kürzer, wie meiner existieren, schon viel höhere Follower-Zahlen und viel, viel mehr Views haben.
Aber jedes soziale Netzwerk will gepflegt werden, und da ist mir dann eben die Zeit zu kurz (oder zu schade) zu.
Es gibt ja auch noch das sogenannte Leben 1.0. 😉

Hast du einen festen Kreis an Lesern und kennst du diese?

Zum einen habe ich einen festen Stamm an Followern, die meinen Blog abonniert haben. Tendenz steigend. 🙂
Meine ersten und treuesten Leser kamen und kommen aus meinem Freundeskreis.
Und sicher sind auch die Menschen zu nennen, deren Blogs ich am Anfang viel gelesen habe, und wo durch gegenseitiges Kommentieren so ein Gefühl des gegenseitigen Kennens entstanden ist.
Tatsächlich habe ich mich auch schon mal mit einer bloggerin, Goldlockengina getroffen (hier), und wir waren uns seltsam vertraut und hatten direkt einen guten Draht zueinander.

Gibt es ein Thema oder ein Anliegen, das dir besonders am Herzen liegt und das du mit deinem blog verfolgst?

Das eine Thema gibt es auf Lilamalerie eigentlich nicht.
Ich habe ja als Untertitel in meinem Header stehen: Carpe diem ( Nutze/ Geniesse den Tag).
Das passt immer noch gut: Mach was draus, nutze deine Fertigkeiten, nutze das Leben für die schönen Dinge!

Von Vielem etwas, von Allem ein bisschen, würde es aber auch ganz gut treffen.

Eine Mischung von vielen Themen, so bin ich interessiert, und das merkt man auch an Lilamalerie.
Wenn ich böse wäre, könnte ich ja auch sagen, ich bin in keiner Fertigkeit wirklich perfekt, aber ich habe halt schon viel ausprobiert und bin eigentlich nur der Strickerei über Jahrzehnte treu geblieben.

Wo schreibst du deine Texte?

Immer auf dem IPad, mal am Tisch, mal auf dem Sofa auf dem Schoß, so wie jetzt gerade auch.
Die Bildbearbeitung mache ich auch auf dem IPad, ja tatsächlich mache ich auch die meisten Fotos (zumindest zu Hause) mit dem Apfelteil.

Wie vernetzt du dich mit anderen Bloggerinnen?

Hier habe ich mal bewusst Bloggerinnen geschrieben, denn es sind vorwiegend Blogs von weiblichen Bloggern, die ich lese, mit denen ich kommentiere oder auch schon mal, wenn es persönlicher wird, per mail verkehre.
Außerdem vernetze ich meine posts bei passenden linkpartys, für Kreatives beim Creadienstag, bei artof66, bei RUMS und bei den Portalen DOITYU und Handmade.
Rezepte schon mal bei Mmi von Frollein Pfau oder Ich back’s mir von tastesheriff.
Aktionen, die mir viel Verkehr gebracht haben und mich viele interessant Blogs haben finden lassen, eben auch Fragmentage 🙂 ,sind 12 von 12, und waren Biwyfi und der FFF. Die gibt es beide leider nicht mehr.
Alles im flow im Bloggerversum.

Was war das aufregendste Ereignis, das du mit deinem blog verbindet?

Aufgeregt, mehr im Sinne von sehr erfreut war ich, als die Zeitschrift Handmade meine Pottlappen in Bild und kurzem Text in einer Ausgabe im letzten Jahr vorgestellt hat.
Da war ich doch echt happy, und von mir aus hätte es so weitergehen können.;-)

Was war dein Medium, bevor du anfingst zu bloggen? Das persönliche Gespräch, das Tagebuch, der Leserbrief, Artikel in Zeitschriften…?

Also ich habe schon lange bevor ich selber einen Blog hatte im Internet nach Informationen, Anleitungen und Rezepten gesucht.
Parallel war und bin ich auch ein großer Freund von Printmedien, da wandert schon mal die ein oder andere Zeitschrift in meine Einkaufstasche, bevorzugt Wohn,-Strick,-Koch&Back, Deko-Zeitschriften.
Tagebuch (und Leserbriefe) sind dann eher nicht meins, außer auf Reisen, besonders bei Städtereisen, da führe ich tatsächlich ein, meist recht ausführliches, Reisetagebuch, das hinterher mit Eintrittskarten, Postkarten und ähnlichem bestückt wird. Das Büchlein oder Heft wird dann hinterher nett eingebunden und ist so eine bleibende Erinnerung.

Meinst du, dass es deinen Blog auch in 5 Jahren noch geben wird?

Puh, wer kann schon sagen, was in 5 Jahren ist?
Na, im Moment würde ich sagen, ja, ich wünsche mir, dass es Lilamalerie auch im Jahr 2019 noch gibt.
Aber ob ich ihn dann noch mit den gleichen Themen fülle?
Who know’s?
Wenn ich mal ein bisschen träumen dürfte, dann …
-würde ich dann einen viel, viel größeren festen Leserstamm haben
-würde ich selber eine linkparty initiieren
-würde ich mit meinem blog auch ein bisschen Geld verdienen
-würde ich mich regelmässig mit anderen Bloggerinnen treffen
und wäre, selbst als alte Schachtel, die ich dann bin 😉 ein kleiner Star im Bloggeruniversum.

(Oh man, habe ich das jetzt wirklich geschrieben?
Na, wie ich weiter oben schon sagte, man ist als Bloggerin eher nicht introvertiert.)

Soweit die Träumerei, und wenn die Realität eine andere ist, dann ist das auch ok.
Denn die Bloggerei ist wirklich ein Teil meines Lebens geworden, das ich nicht mehr missen möchte.

In der Natur des Stöckchens liegt es, dies dann weiterzureichen, was ich hiermit tue: an Le monde de kitchi, Marabee’s Welt, Kleine Kleinigkeiten, Mystery shopperin Kerstin und Goldlockengina

Wenn ihr mögt, dann würde ich mich sehr freuen, wenn ihr die gleichen Fragen beantwortet würdet, wie sie mir gestellt wurden.
Aber ich bin keinem böse, der sagt: Ach nöö, keine Lust, keine Zeit, keine Stöckchen.

Ich habe ja auch selber ewig gebraucht, bevor ich mich aufgerafft habe, fand es jetzt am Ende aber auch für mich selber sehr erhellend und durchaus hilfreich mich mit meinem Blog mal auseinanderzusetzen.

Ich glaube hier geht mein wortreichster und fotoärmster post ever zu Ende. 😉

Und mir bleibt jetzt noch euch einen schönen Fre (i/u) tag und ein ebensolches Wochenende zu wünschen,
LG,
Monika

3 thoughts on “Der Stöckchen-Freutag – oder – Besser spät, als nie

  1. Liebe Monika!
    Ich kann mich noch gut an deinen ersten Post erinnern! Und die Geschichte fand ich so nett, dass ich geblieben bin. Naja, natürlich auch, weil es so interessant weiterging und geht. Ein Blog von jedem etwas find ich persönlich total gut. Bunt und vielseitig, wie das Leben eben. Und einen kleinen Einblick gewährst du uns ja auch in dein Leben.
    Ich bedanke mich schon mal für das Stöckchen, muss aber mal sehen wann und ob ich es weitergeben kann! Das Leben 1.0 hat mich im Moment einfach zu sehr im Griff!o))

    Herzliche Grüße sendet dir
    Nicole

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  2. Wow, 200.000! Meinen herzlichsten Glückwunsch:)
    Die Antworten und auch die Fragen eben mit echt gut gefallen.
    Dass dein Mann dir den ersten Blogrohbau „gegeben“ hat, ist ja echt mal ganz was neues.
    Liebste Grüße
    Leah

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